Ohrwurm #11

Damit sich niemand mehr verhören kann. Über Felix Kramer, Flut, Kurt Vile und Marduk. Teil 11 einer Serie in der ROTCROWD – Stadtblatt für Selbstbestimmung in allen Lebensbereichen.

Felix Kramer
Nur der Titelsong Wahrnehmungssache schlägt aus ins Politische. Zu sagen was ist, ist quasi die erste revolutionäre Tat. Der Rest von Felix Kramers Debut ist intim, bisweilen morbid, durchwegs filigran und ein Album, das man keineswegs nur wahrnimmt. Es berührt.

FlutWer die 80er selbst nicht erlebt hat, dafür aber jedes einzelne ihrer Klischees ebenso schamlos wie genüsslich ausweidet – wie es die Linzer Synthpopper Flut auf ihrem Erstling Global tun –, sollte eigentlich vom gezeichneten Zeitzeugen Schimpfer kriegen. Der genießt aber und erspart sich, ihnen und allen das Namedropping, ohne das bislang keine Rezension ausgekommen ist.

Kurt-VileKurt Vile macht auf Bottle It In, was er am besten kann: Eindringlich grundiert mit virtuos medidativem Songwriting erzählt er weder weh- noch schwermütig und schon gar nicht sudernd von der Liebe und allerhand anderen vermaledeiten Alltäglichkeiten. More of the same, please! First world problems ftw!

MardukNicht zum x-ten Mal das gleiche Album publizieren zu wollen, ist begrüßenswert. Sich dann aber ohne Genierer klanglich an den letzten Darkthrone-Platten zu bedienen, ist dann doch ein bisserl armselig. Und das ganze Zweite-Weltkrieg-Getue provoziert auch nur mehr die ganz zart Besaiteten. Marduk hätten uns – und sich – mit Viktoria verschonen sollen.

Zu Teil 10 der Serie.

 

 

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