„Bei uns hat jeder ein Leiberl“

Union Liebenau-LogoSV Union Liebenau.

Ein reges fußballerisches Leben hat Graz zu bieten. Viele Unterhausvereine können auf große Traditionen zurückblicken. Teil 12 einer Serie im Grazer Stadtblatt.

Mit einer Kampf- und einer Jugendmannschaft begann es 1965 unter der Führung der Liebenauer Bezirksvorsteherin Luise Klanner. Aus der Kindergruppe, die sie im Rahmen der „Österreichischen Jugendbewegung“ leitete, war SV Union Liebenau hervorgegangen.

Junge Kicker mit ihrer Betreuerin Luise Klanner (links) hinter der Engelsdorfer Schule 1956.

Junge Kicker mit ihrer Betreuerin Luise Klanner (links) hinter der Engelsdorfer Schule 1956.

Im ersten Meisterschaftsspiel unterlagen die Liebenauer noch 7:3 gegen Wacker Graz, konnten jedoch zwei Wochen später gegen Gösting „ein anerkennenswertes Unentschieden“ herausholen, wie die Wahrheit, damals Tageszeitung der steirischen KPÖ, schrieb. Bereits am 14. September 1965 berichtete sie nach einem 7:0-Sieg gegen den AAC Gemeinde: „Resultatmäßig überlegen zeigten sich in diesem ziemlich einseitig verlaufenen Kampf die Liebenauer. Sie hatten nicht nur die besseren Einzelspieler in ihren Reihen, sondern waren auch als Gesamtkörper weit einheitlicher.“

Der Bau der Heimstätte

Die ersten zehn Jahre hatte man noch keine eigene Heimstätte. Man benutzte den Trainingsplatz des Liebenauer Stadions, den Marienplatz, den Viktor-Franz-Platz und den legendären Körnerplatz der GSV. Endlich, zum zehnjährigen Jubiläum des Vereins, konnte der eigene Sportplatz mit dem Vereinsheim am Jägerweg feierlich eröffnet werden. Mit viel Einsatz hatten Spieler, Funktionäre und Freiwillige an der Errichtung mitgewirkt. Zwei Tennisplätze sollten bald folgen.

2002 wurde die Runderneuerung des Klubhauses mit der neuen Kantine fertig gestellt. Das rasche Wachstum hatte eine Erweiterung und Sanierung des in die Jahre gekommenen Vereinsheimes unumgänglich gemacht. Wiederum waren es die Bemühungen der Vereinsmitglieder wiederum, die das möglich machten.

Solide Leistungen

Heute spielt die Kampfmannschaft  in der Unterliga Mitte, wo sie sich mit einem 3:1-Auswärtssieg gegen Übelbach den siebten Tabellenplatz sicherte. Damit ist der SV Liebenau – nach Sturm und dem SV Andritz – der derzeit drittstärkste Grazer Fußballklub.

Doch nicht nur gekickt wird in Liebenau. Neben der Fußball-Sektion werden  von der Sportunion auch Tennis, Faustball, Ski, Langlauf, Lauf- und Stocksport angeboten.

Jugendsport

Besonders bemüht ist man seit jeher um die Förderung der Jugend. „Bei uns hat jeder ein Leiberl“, heißt es deshalb völlig zu Recht in der Festschrift anlässlich des 40-jährigen Bestehens der Liebenauer Sportunion. Gemeinsam mit dem ASKÖ Murfeld betreibt man das Jugendfußball-Ausbildungszentrum. Zwölf Jugendmannschaften jagen dem runden Leder in Liebenau nach. Und das sehr erfolgreich: Die U 15A wurde heuer Meister im Gebiet Graz – mit der bemerkenswerten Bilanz von neun Siegen in neun Spielen und einem Torverhältnis von +36.

Unbesiegter Meister im Gebiet Graz: Die U15 A des SV Union Liebenau.

Unbesiegter Meister im Gebiet Graz: Die U15 A des SV Union Liebenau.

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