Ohrwurm #3

Damit sich niemand mehr verhören kann. Über Eels, Buke and Gase, British Sea Power und SepticFlesh.
Teil 3 einer Serie in der ROTCROWD – Stadtblatt für Selbstbestimmung in allen Lebensbereichen.

eels - wonderful gloriousUnd wieder legt ein Workoholic mit Namen E eine Platte vor. Weniger ist mehr, war man nach den letzten beiden Eels-Alben geneigt zu sagen, aber Wonderful, Glorious kann bisweilen sogar mit nomen est omen beschrieben werden. Wem in den letzten Jahren die Morbidität und Unerbittlichkeit von Elektro-Shock Blues gefehlt hat, findet sie bei Eels Anno 2013 in Ansätzen wieder. Gut so. Aber Butch vermisse ich halt immer noch.

Buke and Gase - Function fallsBei Buke and Gase gut aufgehoben waren jene, denen es seit PJ Harveys Uh Huh Her an wahnhafter Wahrhaftigkeit mangelte. Eingänglicher und gemächlicher geben sich die Indie-Folk-Krawallschanis auf ihrem zweiten Album Function Falls, und so vermisst man die ebenso fesselnde wie gelegentlich nervtötende Klang-Freakshow ihres Erstlings. Das Songwriting bleibt zwar einfallsreich, die Produktion jedoch ist zu glatt geraten. Insgesamt klingt alles eine Spur zu erwachsen. Schade.

britisg sea power - from the sea to the land beyond coverAuf dem Soundtrack zur Film-Archiv-Compilation From the Sea to the Land Beyond verstehen es British Sea Power das Faszinosum der britischen Küste in majestätischer Perfektion in Töne zu gießen. Ein palliativer Rettungsanker für alle, die an chronischem Mangel an Wind, Wetter und gehässigen Möwen leiden. Bleibt nur der Wunsch, dem Konzert bei der Vorpremiere am Brighton’s Cine City-Filmfestival beigewohnt haben zu können.

septicflesh-300x300Das mit den Reissues ist so eine Sache: die echten Fans haben eh das Original und NachzüglerInnen laden sich’s halt herunter. Will man meinen. Gerade im Death Metal sind sie aber nachgerade ein Segen, neigte sich dessen Glanzzeit doch Ende Mitte der 1990er dem Ende zu, und viel zu viele Klassiker drohten, der Vergessenheit anheim zu fallen. So auch Mystic Places of Dawn der griechischen Death Metal-Pioniere SepticFlesh (mein Kassettendeck hat seinerzeit dieses Meisterwerk gefressen). Als Bonus gibt’s die EP Temple of the Lost Race dazu. Auch gut.

zu Teil 1 bzw. Teil 2 der Serie

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3 Antworten zu “Ohrwurm #3

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