Ohrwurm #1

Damit sich niemand mehr verhören kann. Über Pet Shop Boys, tindersticks, Terrorizer und Napalm Death.
Teil 1 einer Serie in der ROTCROWD – Stadtblatt für Selbstbestimmung in allen Lebensbereichen.

Pet Shop Boys - FormatEs war höchste Eisenbahn, die vielen Song-Juwelen der Pet Shop Boys, die bislang nur als B-Sides oder Bonus Tracks zu haben waren, nun gesammelt vorliegen. Das minimalistisch und schick gestaltete Doppel-Album komplettiert nicht nur etwaige Sammlungen, sondern zeichnet auch in Schlaglichtern die letzten anderthalb Dekaden des musikalischen Oevre des Elektropop-Duos nach.

tindersticks - the something rainAufhorchen lassen auch wieder tindersticks. Gewohnt melancholisch aber ungewohnt fragil serviert die Chamber Pop-Band mit The Something Rain ein Meisterwerk. Wirkte die kompositorische Zurückhaltung auf ihren letzten Platten oftmals bescheiden, so schafft sie es jetzt, an die Tiefe ihrer ersten Alben anzuknüpfen, ohne dabei pathetisch zu werden. Trotz Frühling und Sonnenschein ein Pflichtkauf – nicht zuletzt aufgrund seiner Vielschichtigkeit.

terrorizer - hordes of zombiesDass es nur ein Gas – Vollgas nämlich – gibt, wissen nicht nur die BesucherInnen des Misselsdorfer Feuerwehrfestes. Auch Terrorizer haben diese Weisheit auf ihrem neuen Album Hordes of Zombies beherzigt. Der Titel ist Programm. Voll auf seine und ihre Kosten kommt, wem unprätentiöse Old-School-Raserei Anliegen ist. Ex-Morbid-Angel-Drummer Pete Sandoval liefert Lehr- und Musterstücke in Sachen Blast Beat und treibt den Rest der Formation förmlich vor sich her, nachdem es sechs Jahre im – wahrsten Sinne des Wortes – still um die Band geworden war, weil Mastermind und Napalm Death-Gitarrist Jesse Pintado seinem mitunter selbstverschuldeten Leberleiden erlegen war.

napalm death - utilitarianApropos Napalm Death. Die Grindcore-Väter aus Birmingham liefern mit Utilitarian trotz perfekter Produktion ein Album ab, das sich sehen resp. hören lassen kann. Die eingestreuten Punk-Anleihen und das durchdachte Songwriting bereichern ein abwechslungsreiches Album, dem man sogar den Keyboard-Einsatz und die gelegentlichen Clean Vocals verzeiht.

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5 Antworten zu “Ohrwurm #1

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